LSG-Laurenzius- und Waldbach
Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00583 · 6,1 ha · Sundern, Finnentrop
Schutzzweck
Ergänzung der NSG-Festsetzungen der Talauen zu einem Grünlandbiotop-Verbundsystem, das Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient. Hierzu zählen v.a. in der Kategorie der Verbundstufe 1 die Festsetzungen: 2.3.3.29 und 2.3.3.55 (VB-A-4714-001) und 2.3.3.58 (VB-A-4714-002). Zum Aspekt “Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts” zählt auch, dass große Teile durch (Grund-) Wassernähe, oberflächliche Vernässung oder regelmäßige Überschwemmung selbst Rückzugsräume für Lebensgemeinschaf-ten sind, die in der Ackerflur keine Existenzgrundlage haben. Gleichzeitig wirken die offenen Talauen aufgrund ihrer überwiegenden Lage im waldreichen Plangebiet gliedernd und belebend im Bild der Landschaft und tragen damit zur Sicherung ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit bei. Ein weiterer Schutzzweck ist die Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion und durch die Sicherung der Grundwasserneubil-dung auf Flächen, die eine überdurchschnittliche potenzielle Bedeutung für die Trinkwasser-Gewinnung besitzen. Da der Pflanzenschutz- und Düngemittelaufwand auf Grünland im Verhältnis zum Ackerland in der Regel gerin-ger ist, stellt diese Nutzung einen Kompromiss zwischen der - hinsichtlich des Trinkwasserschutzes optimalen – Laubwaldnutzung und den sonstigen Erfordernissen der Talraumbehandlung (s. o.) dar. Weiterhin sollen (Extensiv-)Grünlandflächen erhalten werden, die hervorgehobene Bedeu-tung für den Biotop- und Artenschutz haben. Darüber hinaus gilt der Schutzzweck, der für das umgebende großräumige LSG unter der Ziffer 2.3.1 genannt ist. Im Rahmen einer Einzelfallprüfung bleibt eine Ausnahme nach § 23 Abs. 1 LNatSchG bzw. ein Antrag auf Befrei-ung nach § 67 BNatSchG für den Anbau nachwachsender Rohstoffe grundsätzlich möglich Die auf kurzen Strecken unbewaldeten Talsohlen der Gewässer beim Wohnplatz Gehren werden, falls nicht extensiv landwirtschaftlich genutzt, von üppigen Hochstaudenfluren eingenommen. Der oft nicht trittfeste Talgrund wird von den mäandrie-renden Bächen durchflossen. Als einzige Freiflächen in einem großen zusammenhängenden Waldgebiet haben die festgesetzten Bereiche neben ihrer landschaftsgliedernden und land-schaftsbildprägenden Funktion einen hohen Wert als Trittsteinbiotop für Offenlandarten. Links auf externe Dokumente https://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Sundern_Text_2019.pdf Ver…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00583
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