LSG-Im Boxen
Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00124 · 49,6 ha · Brilon
Schutzzweck
Sicherung der Vielfalt und Eigenart der Landschaft im Nahbereich der Ortslagen sowie in alten landwirtschaftlichen Vorranggebieten insbesondere durch deren Offenhaltung; Erhal-tung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts hinsichtlich seines Artenspektrums und der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter (hier: leistungsfähige Böden); Umsetzung der Entwick-lungsziele 1.1 und – primär – 1.5 zum Schutz des spezifischen Charakters und der Identität der landschaftlichen Teilräume; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung der strenger geschützten Teile dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte min-dern könnten (Pufferzonenfunktion); Erhaltung der im gesamten Gebiet verstreut anzutref-fenden kulturhistorischen Relikte. Die Freiflächen im LSG „Typ B“ eignen sich im Besonderen auch für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen mit jährlicher Um- / Abtriebszeit. Im Rahmen einer Einzelfallprüfung bleibt eine Ausnahme /Befreiung nach § 69 LG für den Anbau nachwachsender Rohstoffe mit mehrjährlichen Um- / Abtriebszeiten grundsätzlich möglich. Zwischen dem grünlandgeprägten Talgrund der Musenbecke und der bewaldeten Kalkkuppe des Hessenkamp liegt eine größere alte Rodungsinsel, die ihren Ursprung ausschließlich in den rel. günstigen Bodenverhältnissen dieses Bereichs haben dürfte. Sie sind – obwohl nicht mehr selbst Teil davon – durch den Dorper Kalk der nördlich angrenzenden Kuppe beein-flusst, so dass sich der historische Ackerbau hier neben der nur leichten, südwestexponier-ten Hangneigung wohl auch durch den relativen Nährstoffreichtum angeboten hat. Dieses Landwirtschaftsgewann stellt nach wie vor einen auch für den lokalen Landschaftscharakter wichtigen Ackerbaustandort dar, zumal die feuchten Standortverhältnisse im „Almer Quell-grund“ rund um Rixen und Scharfenberg in weiten Bereichen nur eine Grünlandnutzung zu-lassen. Das Gebiet wird durch einen trockenen Felsstandort gegliedert (s. LB 2.4.04) und ist als Of-fenland-Lebensraum auch durch die nördlich gelegenen, strukturreichen Waldränder sowie die umgebenden Feuchtwiesen z. B. für div. Insekten, Fledermäuse und Greife attraktiv. Daneben wird auch dieser Bereich als Naherholungsraum genutzt, der mit seiner sonnenex-ponierten Lage in deutlichem Kontrast zu den umgebenden Waldflächen steht. Links auf externe Dokumente http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Briloner Hochflaeche_Text.pdf Ver…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00124
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