LSG-Offenland suedoestlich Brilon
Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00123 · 456,3 ha · Brilon
Schutzzweck
Sicherung der Vielfalt und Eigenart der Landschaft im Nahbereich der Ortslagen sowie in alten landwirtschaftlichen Vorranggebieten insbesondere durch deren Offenhaltung; Erhal-tung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts hinsichtlich seines Artenspektrums und der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter (hier: leistungsfähige Böden); Umsetzung der Entwick-lungsziele 1.1 und – primär – 1.5 zum Schutz des spezifischen Charakters und der Identität der landschaftlichen Teilräume; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung der strenger geschützten Teile dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte min-dern könnten (Pufferzonenfunktion); Erhaltung der im gesamten Gebiet verstreut anzutref-fenden kulturhistorischen Relikte. Die Freiflächen im LSG „Typ B“ eignen sich im Besonderen auch für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen mit jährlicher Um- / Abtriebszeit. Im Rahmen einer Einzelfallprüfung bleibt eine Ausnahme /Befreiung nach § 69 LG für den Anbau nachwachsender Rohstoffe mit mehrjährlichen Um- / Abtriebszeiten grundsätzlich möglich. Die Festsetzung bezieht sich einerseits auf die ortsnahen Freizeiteinrichtungen südlich von Brilon bzw. deren unmittelbare Umgebung, da sie in den offenen Landschaftsteilen hier eine wesentliche Existenzvoraussetzung finden (Golfplatz, Wochenendhausgebiete, Kurgebiets-Wanderwege). Andererseits werden damit die Offenlandverbindungen zwischen den Kalk-kuppen-NSG und den Grünland-LSG unter 2.3.3 in diesem Raum erfasst, die die weiterge-hend schutzbedürftigen Grünlandlebensräume abbilden. So trägt das Gebiet zur Sicherung der Habitatbedingungen insbesondere für die Fauna bei, die das großflächige, strukturreiche Offenland zwischen den Kalkkuppen von Ammertenbühl / Tettler bis zum Schaaken und sei-nem Umfeld als Brut-, Nahrungs- oder Ruheraum nutzt. Gleichzeitig schützt das LSG das charakteristische Landschaftsbild, das die Kernstadt bei Annäherung über die Haupteinfallstraßen aus Süden und Osten prägt. Dieses identitätsstif-tende Landschaftsbild liegt auch im Vordergrund bei einem Blick vom Bilstein bzw. den hier als Aussichtspunkt geeigneten Halden des Diabas-Abbaus. Die tlw. bewaldeten, tlw. grün-landgenutzten Kalkkuppen hier im Osten von Brilon brauchen zur Wahrnehmung ihrer (im Wortsinn) „herausgehobenen“ Position das umgebende Freiland, dessen Inanspruchnahme auch für bauliche Anlagen ihre erhabene Wirkung deutlich schmälern wür…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00123
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