Landschaftsschutzgebiet NRW

LSG-Magergruenland an Feldberg und Schaaken

Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00117 · 22,5 ha · Brilon

Schutzzweck

Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion).Auf der Westseite des Feldberges schließen sich an die Landschaftsplan-übergreifend als NSG festgesetzte Kuppe magere Rinderweiden an, die zunächst den Höhenrücken und süd-lichen Unterhang einnehmen und sich dann – eher konkav ausgeformt – westlich entlang eines Wirtschaftsweges fortsetzen. Sie sind an ihrer südexponierten Seite von der Kuppe durch einen Fichtenriegel getrennt, der zur Verbesserung des Biotopzusammenhangs ent-fernt werden soll (s. Entwicklungsmaßnahme 5.10). Vor allem südlich des Wirtschaftsweges sind einige blütenreiche, kleine Brachen und Säume ausgebildet. Auch die gesellschaftsty-pisch ausgeprägten Magergrünlandanteile sind schützenswert, wobei durch eine Nutzungs-extensivierung im Gesamtgebiet aufgrund des basenreichen Untergrundes und der trocken-warmen Standortbedingungen noch eine deutliche Erhöhung der Artenvielfalt erwartet wer-den könnte. Auch auf der Nordseite des Schaaken (s. 2.1.38) liegen Grünlandflächen, die bei extensiver Nutzung eine Ergänzung der Biotopstrukturen des NSG darstellen und zugleich zum groß-räumigen Verbund der Kalkkuppen beitragen können. Sie sind durch einige feldgehölzbe-standene Böschungen sowie Einzelbäume gegliedert; im Umfeld eines Aussiedlerhofes aber durch kleinere Fichtenaufforstungen in der Entfaltung ihres Standortpotenzials…

Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00117

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