Landschaftsschutzgebiete

LSG-Obere Desmecke

Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00109 · 23,6 ha · Brilon

Schutzzweck

Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion). Mit seiner Südflanke geht der Steinberg (s. NSG 2.1.18) in eine rel. breite Ausraummulde über, deren Kern der Desmeckebach mit seinen hier erfassten, umgebenden Grünlandflä-chen bildet. Sein Quelllauf ist zunächst Süd-Nord-ausgerichtet; nach wenigen 100 m knickt er in Westrichtung ab und folgt dem Diabas- und Korallenkalkzug des Steinberges / Hölzer-ner Peter auf der Südseite. Auf diesem basenreicheren Ausgangsmaterial haben sich im Westen des Schutzgebietes im Umfeld einer kleinen, aufgelassenen Abgrabung feldgehölz-reiche Magergrünlandgesellschaften entwickelt; ansonsten dominiert eine rel. intensive Grünlandnutzung auf frischen Standorten im Talgrund das Gebiet. Die Hauptquelle der Desmecke liegt südlich des LSG in einem Waldbestand; im weiteren Verlauf ist der Bach streckenweise begradigt und – vor allem vor einer Fischteichanlage im Südwesten – verrohrt, weitgehend ohne Uferrandstreifen oder Ufergehölze und stellenweise durch Trittschäden beeinträchtigt. Im Bereich des o. g. Richtungswechsels stört eine Fich-tenaufforstung den Talzusammenhang (s. auch Entwicklungsmaßnahme unter 5.13). Trotz allem weist das Gebiet auf vielen Teilflächen – insbesondere im unmittelbaren Umfeld des Wasserlaufs – ein hohes ökologisches Standortpotenzial auf, so z. B. mit zwei von rechts einmündenden …

Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00109

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