LSG-Feuchtgruenland am Windsberg
Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00108 · 7,7 ha · Brilon
Schutzzweck
Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion). Nördlich des Windsberges liegt ein Grünlandgewann, das mit schwach eingesenkten Mulden über zwei namenlose Nebentälchen zur Glenne hin entwässert. Die ökologisch hochwertigs-ten Teilflächen liegen am Südwestrand und wurden dort in das NSG 2.1.01 einbezogen; hier ergänzt der Südteil des LSG die wertvollen Feuchtwiesenstrukturen um ein kleines Quellsie-pen mit seinem Umfeld, das im angrenzenden Fichtenbestand entspringt und anschließend in den rel. kalkreichen Nehdener Schichten wieder versickert. Die nördlich Teilfläche war früher reich an Quellen und bildete die Hauptursprungsmulde der „Bieke“, deren Haupt-Quellgebiet östlich von Rixen in das LSG 2.3.3.23 einbezogen wurde (s. dort). Hier ist durch Dränierung und speziell durch den Ausbau des „Rixener Kreuzes“ viel landschaftlich wertvolle Substanz verloren gegangen; Relikte sind noch in Form von gehölz-bestandenen Böschungen und Hohlformen erkennbar. Mit seinem basenreichen Untergrund einerseits und dem – tlw. unterdrückten – Wasserreich-tum andererseits besitzt das Gebiet ein rel. hohes ökologisches Standortpotenzial, das durch eine (aktuell allerdings nicht absehbare) extensive Grünlandnutzung noch besser zur Wir-kung kommen könnte. Sinnvoll wäre auch eine nutzungsmäßige Verbindung beider Teilflä-chen, wie sie zum Zeitpunkt der Pla…
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00108
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