Landschaftsschutzgebiete

LSG-Klosssiepen

Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00104 · 6,1 ha · Brilon

Schutzzweck

Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion). Während das Kloßsiepen südwestlich von Scharfenberg eine größere Quellmulde ausge-räumt hat (s. 2.3.2.04), bildet es unterhalb der Ortslage bis zu seiner Einmündung in die Berkmecke ein nur rd. 40 m breites, offenes Sohltal. Auf der Südseite wird es durch einen bewaldeten Härtlingszug begleitet, der steil ins Tal abfällt und an dessen Fuß sich der tief in tonige Schichten eingeschnittene, naturnahe Bachlauf erstreckt. Die nördlich gelegenen Un-terhänge des Brummerhagen (s. NSG 2.1.15) sind deutlich flacher geneigt und beherbergen einige kurze Quellbäche, die ins Kloßsiepen entwässern und im Talgrund tlw. deutliche Schuttfächer aufgebaut haben. Die Talsohle ist durch feuchte Standortverhältnisse geprägt und dadurch latent von Nut-zungsaufgabe bedroht. Stellenweise ist bereits brachgefallenes Feuchtgrünland erkennbar. Ganz im Osten wurden zwei kleinere Stillgewässer angelegt, die mittlerweile eine typische Vegetation mit umliegenden Brachflächen aufweisen. Zwischen ihnen und der K 57 liegt eine Laubholzaufforstung, die zwar eine gewisse Riegelwirkung mit sich bringt, andererseits aber die landschaftlich wertvollen Teile des Tales zur Straße und angrenzenden Kläranlage hin abschirmt. Entlang des nördlichen Talrandweges entwickeln sich Waldmantelgehölze in das Offenland hinein; sie sollt…

Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00104

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