LSG-Magergruenland am Nehder Kopf
Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00101 · 9,9 ha · Brilon
Schutzzweck
Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion). Das LSG erfasst ein südwestexponiertes Grünlandgebiet, das durch zahlreiche, dicht mit Feldgehölzen bewachsene Böschungen gegliedert ist.. Es grenzt dreiseitig an Buchenwald und öffnet sich im Süden zum offenen Immental. Auch hier bilden dichte Hecken mit hohem Dornstrauchanteil den Abschluss zum Talrandweg. Im Westen des Gebietes verläuft ein as-phaltierter Weg, der ebenfalls beidseitig von Gehölzstreifen begleitet wird. Diese reich struk-turierte Heckenlandschaft hat im Landschaftsbild einen besonderen Wert, der auch von meh-reren randlich verlaufenden Wirtschafts- und Wanderwegen aus erlebbar ist. Daneben be-sitzt dieses feldgehölzreiche Grünland auf trocken-warmem (Kalk-) Standort – vor allem bei extensiver Nutzung, die die Artenvielfalt in der Krautschicht noch erhöhen könnte – ein her-vorragendes Biotoppotenzial für Hecken- und Gebüschbrüter und eine vielfältige Insekten-fauna. Diese landschaftliche Qualität wird durch die Übergangssituation zwischen großfächi-gen, strukturreichen Buchenwäldern (s. NSG 2.1.22) und anschließendem Offenland noch gesteigert, da sich hier – wie bei einem gut ausgeprägten Waldmantel – die Lebensrauman-sprüche von Arten aus beiden Bereichen überlappen. Links auf externe Dokumente http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/LP Briloner …
Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00101
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