Landschaftsschutzgebiete

LSG-Magergruenland am Zyndelstein

Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00093 · 4,2 ha · Brilon

Schutzzweck

Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion). Es handelt sich um ein kleines Grünlandgebiet, das sich vor allem an dem sichelförmigen Verlauf einiger Böschungskanten westlich des Zyndelstein (s. LB 2.4.03) orientiert. Sie stel-len die Oberkante einer Muldenlage dar, die sich am Hallerstein vorbei nordnordostwärts weiterzieht bis ins Mühlental. Die ungünstige Geländemorphologie hat hier in Verbindung mit der rel. geringmächtigen Bodenauflage dazu geführt, dass dieser Bereich von der in der Um-gebung überwiegenden Ackernutzung ausgenommen ist. So konnten sich rel. magere Grün-landgesellschaften entwickeln, die aufgrund des Standortpotenzials bei einer extensiven Nutzung auf Dauer einen erheblichen Artenreichtum in der Krautschicht hervorbringen kön-nen. Im Westteil tragen einige Feldgehölze und Einzelbäume zur Gliederung und Belebung des Landschaftsbildes bei. Die flachgründigen Standortverhältnisse setzen sich mit den Teil-flächen unmittelbar am Zyndelstein fort, wenngleich sich der Gehölzbewuchs hier auf die LB-Fläche beschränkt. Es bietet sich örtlich an, das Gebiet über einige Feldraine mit den nördlich gelegenen, mage-ren Grünlandflächen unter 2.3.3.02 zu verbinden. Mit ihnen zusammen könnte es zu einem Kernbereich des dort beschriebenen, möglicherweise langfristig auf dem Vertragswege zu realisierenden Magergrünland-Biotopve…

Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00093

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