Landschaftsschutzgebiet NRW

LSG-Moehneburg / Im Wenster

Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00088 · 39,9 ha · Brilon

Schutzzweck

Erhaltung, Ergänzung und Optimierung eines Grünlandbiotop-Verbundsystems in den Tal-auen und den Magergrünland-Gesellschaften, das durch etliche in diesem Plan festgesetzte NSG vorgezeichnet ist, Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient; Sicherung der gliedernden und belebenden Wirkung offener Grünland-Lebensräume im Landschaftsbild des nördlichen, waldreicheren Plangebiets-Teiles; Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Na-turgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion; Schutz von Feucht- und Mager-grünlandstandorten, die zumindest eine potenzielle Bedeutung für den Biotop- und Arten-schutz haben, aber aktuell nicht als NSG festzusetzen waren; Umsetzung der Entwicklungs-ziele 1.1, 1.4 und tlw. 1.5 zur Erhaltung und Verbesserung des landschaftsökologischen und -ästhetischen Wertes der einbezogenen Freiflächen; entsprechend dem Schutzzweck unter 2.3.1 auch Ergänzung von strenger geschützten Teilen dieses Naturraums durch den Schutz ihrer Umgebung vor Eingriffen, die den herausragenden Wert dieser Naturschutzgebiete und Schutzobjekte mindern könnten (Pufferzonenfunktion). Das Gebiet umfasst einen größeren Grünlandkomplex nördlich von Wülfte, der durch die Bundesstraße 480 zweigeteilt ist. Der rund 150 bis 200 m breite Grünlandstreifen nördlich davon entwässert zur Möhne; die südliche Teilfläche bildet weitgehend das Einzugsgebiet des Gewässersystems, das unter 2.1.10 beschrieben ist und sich zur Alme entwickelt. Beide Teilflächen sind durch etliche kleinere Feuchtbrachen bzw. Quellbereiche, Siepen, vereinzel-te Mager- und Extensivweiden angereichert, für die das umgebende Grünland eine wichtige Verbundfunktion übernimmt. Allerdings sind die größten Flächenanteile noch in intensiver Nutzung; die Ausweisung als LSG „Typ C“ soll insofern auch eine Einbeziehung in das Kul-turlandschaftspflegeprogramm des HSK ermöglichen. Entlang der Gräben im Gebiet sind häufig kleine Nasswiesen-Brachen mit Gehölz-Sukzession ausgebildet; am deutlichsten wird dies in der Südspitze, wo ein kurzer Quellbach mit zwei naturnahen Tümpeln von einem Grauweidengebüsch umgeben ist. Ein weiterer Quellbach im Südosten wird von einem rel. jungen Erlengehölz begleitet, während die Quellmulde nördlich davon (unmittelbar an der Bundesstraße) durch ein Großseggenried geprägt ist. Am Westrand und jenseits der Straße treten vermehrt Dornsträucher hinzu, so dass das LSG auch Habitatansprüche…

Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00088

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