Landschaftsschutzgebiet NRW

LSG-Siepenbach, Filscheid und benachbarte Nassflaechen

Landschaftsschutzgebiet LSG-HSK-00013 · 9,0 ha · Arnsberg

Schutzzweck

Ergänzung der NSG-Festsetzungen der Talauen zu einem Grünlandbiotop-Verbundsystem, das Tieren und Pflanzen Wanderungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten schafft und damit der Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts dient. Zum Aspekt “Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts” zählt auch, dass große Teile durch (Grund-) Wassernähe, oberflächliche Vernässung oder regelmäßige Überschwemmung selbst Rückzugsräume für Lebensgemeinschaf-ten sind, die in der Ackerflur keine Existenzgrundlage haben. Gleichzeitig wirken die offenen Talauen aufgrund ihrer überwiegenden Lage im waldreichen Plangebiet gliedernd und belebend im Bild der Landschaft und tragen damit zur Sicherung ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit bei. Ein weiterer Schutzzweck ist die Erhaltung der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter durch den Schutz fruchtbarer Talböden vor Erosion und durch die Sicherung der Grundwasserneubil-dung auf Flächen, die eine überdurchschnittliche potenzielle Bedeutung für die Trinkwasser-Gewinnung besitzen. Da der Pflanzenschutz- und Düngemittelaufwand auf Grünland im Verhältnis zum Ackerland in der Regel geringer ist, stellt diese Nutzung einen Kompromiss zwischen der – hinsichtlich des Trinkwasserschutzes optimalen – Laubwaldnutzung und den sonstigen Erfordernissen der Talraumbehandlung (s. o.) dar. Weiterhin sollen (Extensiv-)Grünlandflächen erhalten werden, die hervorgehobene Bedeu-tung für den Biotop- und Artenschutz haben. Darüber hinaus gilt der Schutzzweck, der für das umgebende großräumige LSG unter der Ziffer 2.3.1 genannt ist. Im Rahmen einer Einzelfallprüfung bleibt eine Ausnahme nach § 23 Abs. 1 LNatSchGbzw. ein Antrag auf Befrei-ung nach § 67 BNatSchG für den Anbau nachwachsender Rohstoffe grundsätzlich möglich. Die Siepenabschnitte nördlich Glösingen verlaufen streckenweise durch direkt anliegende Bebauung, sind aber auch entlang des Siepenbaches grünlandge-nutzte Pufferflächen für gewässerbegleitende LB-Festsetzungen. Der Filscheid im zentralen Bereich ist durch Teichnutzung geprägt. Auf der südöstlichsten Teilfläche im Gewann „Wildshauser Feld“ an der L 735, einer schon in der Ruhraue liegenden Fläche, ist schüt-zenswertes Nass- und Feuchtgrünland mit einbezogen; sie wurde lange als forstlicher Pflanzgarten genutzt. Entwicklungsmaßnahme: - Die v.a. im Verlauf des Siepenbaches vorhandenen Nadelgehölze sind in extensives Grünland umzuwandeln oder alternativ durch standortgerechtes, heimisches Laub-holz zu ersetzen (§ 13 LNatSchG). Links auf externe Dokumen…

Amtliche Fachinformation: LINFOS-Steckbrief LSG-HSK-00013

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